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Die Arbeit im Keller

Die Qualität der Trauben, die Charakteristik des Bodens, die klimatischen Bedingungen und schlussendlich das Handwerk des Winzers machen das "terroir" aus. Dies gilt es durch die Arbeit im Keller zu erhalten und individuelle Weine zu erzeugen.

Die sorgfältige Bewirtschaftung der Weinberge mit dem Ziel optimales Lesegut zu erhalten, ist nicht nur eine wesentliche Voraussetzung für qualitativ hochwertige Weine. Es sind auch Maßnahmen die eine unnötige Behandlung des Weines im Keller überflüssig machen. Hier gilt die Devise: Weniger ist mehr!

Weißweine

Nach der schonenden Pressung mit niedrigem Druck, größtenteils als Ganztrauben-pressung, erfolgt über 12 - 18 Stunden ein sorgfältiges Vorklären des Mostes im Edelstahltank durch natürliche Sedimentation. Die Zugabe von Reinzuchthefen garantiert eine saubere und reintönige Vergärung. Temperaturgeregelte Edelstahltanks ermöglichen eine gezügelte Gärung über mehrere Wochen, um das Aroma der Traube zu erhalten.

Fruchtsüße Weine erhalten wir, indem wir durch Kühlung die Gärung unterbrechen. Hierdurch behalten die Weine ihren natürlichen Traubenzucker, der ihnen eine schöne Feinfruchtigkeit verleiht. Das Verbleiben auf der Feinhefe für drei bis sechs Monate verleiht den Weinen Struktur. Im Anschluß folgt die rasche Filtration und die Abfüllung der Weine.

Rotweine

Bereits seit dem Ende der 60er Jahre werden im Weingut Hans Lang Rotweine erzeugt. Es handelt sich hierbei ausschließlich um die traditionelle Rebsorte Spätburgunder (Pinot Noir), die vor fast 1000 Jahren durch die Zisterzienser Mönche aus Burgund in den Rheingau gebracht wurde.

Dieser Tradition folgend widmen wir der Erzeugung von gehaltvollen Rotweinen große Aufmerksamkeit. Als Pioniere auf diesem Gebiet gehörten wir im Rheingau zu den Ersten, die französische Barriques (neue 220 l Eichenholzfässer) zur Reifung der Spätburgunder einsetzten. Unser Anspruch auf Perfektion erfuhr 1995 seine Würdigung durch die Aufnahme des Weingutes in das kleine, aber feine Barriqueforum.

Unsere Spätburgunder werden teilweise im alten, großen Eichenholzfaß, sowie im kleinen Holzfaß ausgebaut. Dies richtet sich nach der Qualität des Lesegutes, d.h. je höher das Mostgewicht und das Reifestadium, umso eher ist es für den Ausbau im Barrique geeignet. Ausschließlich kerngesunde Trauben werden für die Rotweinbereitung verwendet.

Nach dem Entrappen (Entfernen der Stiele) erfolgt die klassische Maischegärung von ca. 14 Tagen um eine gute Farbausbeute zu erhalten.

Während der mindestens einjährigen Lagerung im Faß findet auf natürlichem Wege der biologische Säureabbau statt.

Die Wahl zwischen alten und neuen Fässern (hierbei wird auch zwischen Erst- Zweit- und Drittbelegung differenziert) und die Dauer des Verbleibens im Faß erfordert ein gewisses Fingerspitzengefühl des Winzers.

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